Saprize' Japan Blog

Kommunikation | März 2, 2012

Fallbeispiel:
Wir waren in Shimokitazawa. Ein kleines nettes Viertel mit vielen Cafés und Galerien (und Spielhallen natürlich). Ali war da vor ein paar Jahren schonmal und fragte unsere Begleitung ob sie „dieses Jazz Café“ kenne. Ein ganz schönes altes mit alten Fotos und so. Irgendwo in einer Seitenstraße. Urig, original und speziell. Die Begleitung überlegt kurz und sagt wir sollen folgen. Nach ein paar hundert Metern biegen wir in eine Seitenstraße und kommen zu einem Café. Ali sagt das es nicht das Café wäre. Es sähe aber sehr nett aus. Sie geht rein, bespricht etwas auf Japanisch und kommt zufrieden wieder zurück. „Hier können wir rein“ sagt sie (auf Englisch), es wäre alles klar. Aus Hunger und Höflichkeit begeben wir uns in das Cafe wo man uns direkt eine Jazz CD zeigt. Wir sollen aber ein wenig Geduld haben da gerade noch ein anderes Lied liefe. Als wir uns setzen kommt die Bedienung und fragt ob es eher schneller oder langsamer Jazz sein soll. Wir versuchen mit allen erdenklichen Mitteln klarzumachen dass sie nicht die Musik für uns ändern muss. Wir suchten nur ein ganz bestimmtest Café. Nicht irgendeins wo Jazz läuft. De Musik die liefe sei sehr schön sagten wir. Es war eine sehr peinliche Situation. Es geht Hin & Her und die Mienen der Begleitung und der Frau im Café werden trauriger. Nach einem langen erbitterten Kampf wird noch mal gefragt: Langsamer oder schneller Jazz. Ich kapituliere und sage „Slow Jazz! That’s great, thanks!“. Jetzt sind alle zufrieden.
Ben

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Veröffentlicht in A-Tak, Tagebuch