Saprize' Japan Blog

Kogge Pop Summer Camp

März 29, 2012
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Straight outta Shibuya…
Gut 15 Jahre ist die letzte Show in Bremen her – aber lustigerweise ist die letzte Show in Japan erst gut 4 Wochen her. Und nun trauen wir uns nach einer japanischen Frischzellenkur wieder nach Hause. Am 13.07.2012 kommen wir zum Kogge Pop Summer Camp auf der Breminale.
Kommt vorbei und feiert mit uns, dass es in Tokio Menschen gibt, die etwas mit der Postleitzahl 28203 anfangen können.

Man ist immer so jung, wie man sich beim Rappen fühlt.

All yours,
UZI-MC, A-Tak, GregCore & The Menace

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Showstream immer wieder gucken

März 4, 2012
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Hier das kann doch tatsächlich den Stream der Tokio Show immer und immer wieder gucken (klicken):


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Letzter Tag

März 2, 2012
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Der letzte Tag in der ruhigsten, schlanksten und saubersten Stadt der Welt.

Tokio ist wirklich ein Topf voller Überraschungen. Im Vorfeld habe ich gedacht mich würden die zu erwarteten Menschenmassen,der Verkehr und die Hektik nerven.
Und was ist ?
Auf den Straßen keine Hektik,es wird selten gehupt, die Rettungswagen entschuldigen sich dafür das sie schnell durch die Straßen fahren müssen und Kreuzungen werden für Fussgänger in den Ampelphasen einfach komplett auf gemacht, so das jeder in jede Richtung laufen kann. Baustellen gibt es nur Nachts und werden nicht nur in Windeseile fertig gestellt sondern auch noch mit netten „Bob der Baumeister“-Leuchtfiguren gekennzeichnet.
In Deutschland undenkbar.

Undenkbar ist auch die Mode in Japan. Minirock und Strümpfe natürlich auch im Schneetreiben, frieren kann man später und alles was bei uns Europäern einfach nur Billig aussieht hat bei Japanern einfach nur Stil.
Alle haben Klamotten an,die frisch aus der Fabrik zu kommen scheinen, keine Flecken nichts altes , alles super Stylisch und auf den Leib geschnitten.

Jede Klamottengröße scheint hier mindestens 2 Nummern unter der bei uns zu liegen. Die Leute sind so was von Schlank, unfassbar. Ich würde sagen in den letzten 9 Tagen habe ich maximal ein Dutzend „Dicke“ Japaner gesehen. Deutschland ist nicht nur ungehobelt und dreckig sondern auch unglaublich Übergewichtig.

Trotz unseres Übergewichts hat Japan aber doch irgendwie mehr Probleme mit der Landmasse.
Nach den Erdbeben die letzten Tage habe ich mir mal so ein Erdbeben-Alert-App installiert
und plötzlich wird einem bewusst,dass man nicht mal 10% der Erbeben überhaupt mitbekommt.
Ob das daran liegt das sie relativ Schwach sind (< 6) oder ob die Gebäude so was schon abfedern weiss ich nicht.

Unsicher fühlt sich hier wohl niemand von uns. Man kann in einer Foto- und Spielhölle seine Sachen einfach in die Ecke legen und nach 30min würden sie eher frisch gewaschen und gebügelt wieder dort liegen als das auch nur irgendwer auf die Idee kommt die mitzunehmen. Vielleicht sind unser Klamotten aber auch einfach nur zu alt, wer weiss :)

Das Essen ist einfach nur umwerfend,selbst für mich der ja eigentlich keinen Fisch isst. Das Sushi das ich probiert hab war wirklich sehr angenehm und die Hühnchenteile hier sind die Bombe. Zunehmen ist hier wohl auch unmöglich,süß ist hier eigentlich nix und Kohlenhydrate muss man wohl auch extra importieren.
Prima !

Heute ist nun der letzte Tag zum shoppen. Ich werde mit unserer netten Begleitung Kae nach Shibuya fahren und für meine Lauri nach ein paar nette Kleinigkeiten suchen. Seltsamerweise habe ich hier kaum Sachen gefunden die sich lohnen nach Deutschland mitzunehmen. Vieles „Japanisch Süße“ gibt es inzwischen auch bei uns und Technik liegt Preislich im selben Rahmen wie in Europa. Die anderen hatten da wohl mehr Glück und ich glaube als Shopping-König der Klassenfahrt werden wir wohl Greg krönen dürfen.

Im Moment läuft gerade,wie jeden Morgen, „Fishing Vision“ im TV. Nette Frauen,super Musik und Technikwahn mit Motorbetriebenen Rollen. Nicht meine Art zu fischen, aber das Sushi soll ja frisch sein :)

Alles in allem war es einfach nur Super ! Japan ist auf jeden fall eine Reise wert und man nimmt viele Eindrücke nach Deutschland mit, die es sich lohnt auch dort umzusetzen.

Wir die anderen schon schrieben, dass Konzert war einfach nur Wahnsinn !
Vielen Dank an YSK,Suggi,USK & BritcoreBoys für dieses einmalige Erlebnis !

TheMenace


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Kommunikation

März 2, 2012
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Fallbeispiel:
Wir waren in Shimokitazawa. Ein kleines nettes Viertel mit vielen Cafés und Galerien (und Spielhallen natürlich). Ali war da vor ein paar Jahren schonmal und fragte unsere Begleitung ob sie „dieses Jazz Café“ kenne. Ein ganz schönes altes mit alten Fotos und so. Irgendwo in einer Seitenstraße. Urig, original und speziell. Die Begleitung überlegt kurz und sagt wir sollen folgen. Nach ein paar hundert Metern biegen wir in eine Seitenstraße und kommen zu einem Café. Ali sagt das es nicht das Café wäre. Es sähe aber sehr nett aus. Sie geht rein, bespricht etwas auf Japanisch und kommt zufrieden wieder zurück. „Hier können wir rein“ sagt sie (auf Englisch), es wäre alles klar. Aus Hunger und Höflichkeit begeben wir uns in das Cafe wo man uns direkt eine Jazz CD zeigt. Wir sollen aber ein wenig Geduld haben da gerade noch ein anderes Lied liefe. Als wir uns setzen kommt die Bedienung und fragt ob es eher schneller oder langsamer Jazz sein soll. Wir versuchen mit allen erdenklichen Mitteln klarzumachen dass sie nicht die Musik für uns ändern muss. Wir suchten nur ein ganz bestimmtest Café. Nicht irgendeins wo Jazz läuft. De Musik die liefe sei sehr schön sagten wir. Es war eine sehr peinliche Situation. Es geht Hin & Her und die Mienen der Begleitung und der Frau im Café werden trauriger. Nach einem langen erbitterten Kampf wird noch mal gefragt: Langsamer oder schneller Jazz. Ich kapituliere und sage „Slow Jazz! That’s great, thanks!“. Jetzt sind alle zufrieden.
Ben


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Onsen

März 1, 2012
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Heute Onsen!
Das ist ein traditionelles japanisches Badehaus mit heißen Quellen. Superentspannend.
Und da habe ich mir mal den Rücken massieren lassen, was aber in dem Fall bedeutet, daß dir ein sehr freundlicher Japaner auf den Rücken tritt. Und das nicht gerade zart. Das war schon eher für Fortgeschrittene. Und auch wenn ich das in dem Moment nicht wirklich geglaubt habe, war ich danach Megaentspannt. GAAAAANZ großes Tennis.


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Essen und Karaoke

März 1, 2012
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So, heute sind wir erstmal von einem kleinen Erdbeben wachgerüttelt worden. Verwirrende Sache, wenn Festland plötzlich gar nicht so fest ist.

Karaoke hatten wir gestern, die Must-Have Liste ist also ein bisschen kürzer jetzt.

Vermutlich werden ein paar Punkte offen bleiben, weil bei uns allgemein ein kleiner Day-Off-Bedarf einsetzt. Einfach im Bett bleiben – scheiß auf Tokio? Nee, geht irgendwie doch nicht. Also dann raus. Das Geld muss ja auch irgendwie weg. Und es sind noch nicht alle japanischen Köstlichkeiten gegessen. Gestern war eh‘ schon kurz: nach dem Yaktori-Gelage tags zuvor kam keiner von uns so recht aus dem Bett.

Vorgestern hatten wir noch ein paar Aufnahmen gemacht, für ein Vorhaben, über das uns strengste Geheimhaltung auferlegt wurde (mit der Geheimhaltung nehmen es unsere Gastgeber sehr genau). Also eigentlich haben wir gar keine Aufnahmen gemacht. Es ist lustig, wieder als Band unterwegs zu sein, so Dinge zu tun, die man gemeinhin über Bands in langweiligen Zeitschriften liest, wie: Band X ist zur Zeit im Studio. Ok, war nur ein Tag, aber schön.

Zwei Dinge sind mir in den letzten Tagen besonders aufgefallen:

1) die japanische Küche ist eigentlich nicht exotisch.

In Tokio bekommen wir nichts wirklich Unerwartetes zu essen, es ist nur alles leckerer und frischer. Und das sind nur scheinbar Feinheiten. Sushi ist Sushi, aber der Reis ist viel besser, und die Meerestiere, die darauf liegen, sind mitunter so frisch, dass sie noch zucken, wenn man sie berührt. Kein Scheiß. Das macht dann schon einen entscheidenden Unterschied :)

Gut, darauf ist man als Norddeutscher eingestellt. Man muss ja lange überlegen, bis einem ein Land einfällt, in dem traditionell weniger Wert auf gutes Essen gelegt wird als bei uns zuhause.

Was unerwartet ist:

2) die japanische Sauberkeit. Die Schweiz kann einpacken. In Tokio haben wir den Eindruck, dass die Leute hier nicht nur alles immer sauber machen, nein, sie machen es vorher nicht mal schmutzig. Niemals würde jemand auch nur den Bruchteil einer Zigarettenkippe auf die Straße werfen. Öffentliche Mülleimer gibt es konsequenterweise mal gar nicht. Vermutlich schlucken die den Kram hier einfach runter. In unserem Hotel wird jeden Tag die Klimaanlage zerlegt und in Einzelteilen desinfiziert. Das Gefühl, ungehobelte stinkende Musiker zu sein, kennen wir ja von zuhause. Neu ist das Gefühl, aus einem ungehobelten stinkenden Land zu kommen.

So, Zeit aufzustehen und sich die Frage zu stellen: Wellness? wäre mal gut. Oder Shopping? hatten wir schon, aber es ist auch noch Geld übrig. Essen? Jawoll.


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